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  • Bor (B)
    510.811
    B
  • Ionenform
  • Anion/Kation
    B(OH)3
  • Flowering
  • Ursprung: Binnensee
  • 10-15 mm um die Wurzel

Bor

(B)

Es ist zweifelsfrei das bekannteste und am häufigsten verwendete Spurenelement der Welt, dessen Mangel das Wachstum, die Fruchtbarkeit und die Krankheitsresistenz von Kulturenbeeinträchtigen kann. Nach jahrelanger Pflanzenproduktion werden die Böden ausgelaugt/nährstoffarm und müssen wieder mit Bor angereichert werden, vor allem bei empfindlichen Kulturen. Die Anwendung von Bor muss massgeschneidert und basierend auf agronomischen Grundsätzen erfolgen, da ein Überschuss ebenso schädlich ist wie ein Mangel.
B
Pflanze
Pflanze
Boden
Boden
Kulturen
Kulturen
Ursprung
Ursprung
Kernaussagen
Kernaussagen
STOFFWECHSEL
Bor ist an der Umwandlung von Nitrat in Aminosäuren beteiligt und verbessert die Dicke und Widerstandsfähigkeit der Zellmembranen.
WACHSTUM
Bor spielt eine wichtige Rolle bei der Synthese von Kohlenhydraten und Proteinen und ist aus diesem Grund unverzichtbar für das Wachstum der Pflanzenzellen und -gewebe.
FRUCHTBARKEIT
Bor trägt durch die aktive Bildung reproduktiver Zellen (Pollen) zu einer verbesserten Fruchtbarkeit bei.
AUFNAHMEMECHANISMEN
Die Pflanze nimmt das Bor als lösliches Borhydroxid im Verhältnis zu der Wassermenge aus der Bodenlösung auf, die sie zum Ausgleich für die Transpirationsverluste benötigt. Je nach Menge des gelösten Bors ist die Absorption eher passiv. Die Absorptionskinetik hängt von der Borkonzentration im aufsteigenden Saftstrom ab. Aufgrund einer mangelhaften Umlagerung innerhalb der Pflanze sammelt sich in den unteren Blättern häufig mehr Bor an als in den neu gebildeten.
INTERAKTIONEN, SPEZIFISCHE WIRKSAMKEIT
Die Verfügbarkeit von Bor variiert je nach den austauschbaren Reserven im Schlag und nach den saisonalen Klimabedingungen: Auswaschungsrisiko, biologische Bodenaktivität, physiologische Bedürfnisse der Pflanzen. Aufgrund ihrer  Durchwurzelung und den genetischen Besonderheiten kann auch die Sorte unterschiedliche Sensibilität zeigen.
Die Versorgung mit bodenbürtigem Bor hängt ganz offensichtlich vom Bodentyp ab. Magmatisches Muttergestein enthält davon nur sehr wenig. Sedimentgestein enthält mehr Bor, wie die Meere, in denen es entstanden istWie Kali kann Bor in Tonmineralschichten eingeschlossen sein und je nach Bodenfeuchtigkeit dem Sorptions-Desorptionsrhythmus unterliegen. Es gibt auch Mechanismen für die Festlegung, entweder von Eisen und Aluminium in einem sauren Milieu, oder von Kalzium im alkalischen Bereich. Zusätzlich zu diesen physiochemischen Mechanismen ist zu bedenken, dass der Borgehalt im Boden durch Zuführung organischer Substanz auf natürliche Weise erneuert wird. Ackerbaubetriebe ohne Wirtschaftsdünger müssen Bor regelmäßig mineralisch zuführen, um die Entzüge auszugleichen.

Sensitivitätsstabelle

Sensitivitätsskala:
  • Hoch

  • Verhältnismäßig

  • Moderat

B
Sommerweizen
Winterweizen
Körnermais
Silomais
Kartoffel
Feldfutter
Sonnenblume
Flachs
Winterraps
Kohl
Karotte
Grüner Salat
Körnererbse
Ackerbohne
Tomate
Zuckerrübe
Apfel
Birne

Sensibilitätsstabelle & Symptome

Pflanzen mit Bormangel leiden unter Chlorosen, Missbildungen und Nekrosen von Pflanzenteilen.

Überschuss & Bedarf

Borsäure ist ein starkes Bakterizid und wird vor allem zur Behandlung von Gehölzen verwendet. Auch bei bedürftigen Kulturen wie Raps kann ein Überschuss den Ertrag schmälern. In Ökosystemen wird Bor aufgrund seiner toxischen Wirkung in der Fischzucht in Gewässern kontrolliert.

Da zur Anreicherung von Bor umfangreiche komplexe geologische Zyklen erforderlich sind, gibt es auf unserem Planeten nur relativ wenige Depots. Der Mechanismus durchläuft zwei Stadien: zuerst eine sehr lange Ausfällung in einer Innentasche, in der das Bor in Fumarolen entweicht, danach Kristallisation mit erneuter Lösung und Konzentration in einem warmen Binnensee, der der Verdunstung unterliegt. Bor lagert sich gebunden an Kalzium oder Natrium am Grund ab. So entstehen Kalziumborat beziehungsweise Natriumborat.
PRODUKTIONSPROZESS
Die Industrie steht somit vor der Herausforderung, ein gebrauchsfertiges Produkt zu entwickeln, das über eine passende Löslichkeit für eine gute Nährstoffeffizienz verfügt, einen schädlichen Überschuss jedoch vermeidet. Borealis L.A.T. nutzt zwei Herstellungsmethoden: eine setzt auf die Lösung von Bor in einer Säure mit einer anschließenden Komplexbildung in einem organischen Molekül zum Schutz vor einem zu schnellen Abbau, die zweite Methode setzt auf Mikronisierung, um ein Eindringen in die Blätter über die Zeit sicherzustellen.
GEHALT IM BODEN
Die Extraktion mit heißem Wasser hat sich weitestgehend durchgesetzt. Dabei können wir von folgenden Minimumwerten ausgehen:
  • Der Mindestgehalt in Böden mit neutralem pH-Wert ist 0,6 ppm
  • In kalkhaltigen Böden beträgt der Mindestgehalt 0,8 ppm
  • In sauren Böden liegt der Mindestgehalt bei 0,4 ppm.
GEHALT AN ORGANISCHER SUBSTANZ
Ein großer Teil des lösbaren Bors stammt aus organischer Substanz. Somit verringert sich der Gehalt an aufnehmbaren Bor in der Bodenlösung bei niedrigem Humusgehalt. Bei einem Humusgehalt unter 1,8 % ist das Mangelrisiko hoch.
TEXTUR
Tonminerale komplexieren Bor und binden es in den Schichten, geben es aber auch leicht wieder frei.
In Lehmböden ist das Freisetzungspotenzial erhöht.
In tonarmen Sandböden hingegen wird Bor nicht gebunden und daher ausgewaschen.
KLIMA
Regenperioden begünstigen die Auswaschung von Bor. Trockenperioden hingegen verhindern die Lösung des Bors. In Bereichen mit hohem Lichteinfluss ist weniger Bor verfügbar.
pH
Dies ist einer der Hauptfaktoren, die dieLöslichkeit von Bor beeinflussen. Sie nimmt mit zunehmendem pH-Wert des Bodens ab und verstärkt den Mangel. A pH above 6.5 induces a decrease in boron assimilability. Durch Kalkung saurer Böden wird das Element blockiert.