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  • Phosphor (P)
    1530.9738
    P
  • Ionenform
  • Anion/Kation
    PO43-
  • Wurzel
  • Ursprung: Meer
  • 4-6mm um die Wurzel

Phosphor

(P)

Phosphor ist ein lebensnotwendiges Element. Wir benötigen jeden Tag ca. 2 g. Böden enthalten je nach geologischem Ursprung unterschiedliche Mengen an Phosphor. Für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Weltressourcen sollte etwas von dem in Sedimentgestein konzentrierten Phosphor in Böden eingebracht werden, denen er fehlt. In Düngerform ist er löslicher und effektiver, so dass die Ressourcen besser genützt werden. Die Phosphatdüngung ist komplex: das Element ist in der Bodenlösung nicht sehr mobil und seine Bio-Verfügbarkeit schwer zu ermitteln. Dieses lebenswichtige Element bestimmt das Wachstum zu Beginn des Wachstums, und nur eine ausreichende Bewurzelung garantiert die ausreichende Versorgung während der gesamten Vegetationsperiode.
P
Pflanze
Pflanze
Boden
Boden
Kulturen
Kulturen
Ursprung
Ursprung
Kernaussagen
Kernaussagen
BEDEUTUNG FÜR DIE PFLANZE
Die Pflanze benötigt Phosphor während des gesamten Lebenszyklus zur Atmung, Photosynthese und Zellvermehrung. Er ist vor allem in den frühen Phasen des Wurzelwachstums und für die Vitalität der jungen Setzlinge wichtig. Bei einem Mangel in der frühen Phase kommt es daher zu einer verkümmerten Wurzelbildung. Dies macht die Pflanze weniger stressresistent, vor allem gegenüber Wassermangel, wodurch sich die Reife verzögert wird.
AUFNAHMEMECHANISMUS
Phosphor ist im Boden nicht mobil: er verbreitet sich nur geringfügig in der Bodenlösung. Die Wurzeln müssen Phosphor aktiv ausfindig machen und benötigen zur Aufnahme Energie, häufig mithilfe mikrobieller Aktivität im Wurzelbereich, bei vielen Arten sind das vor allem Mycorrhiza Pilze. 
INTERAKTIONEN, SPEZIFISCHE WIRKSAMKEIT
Da die Mengen an löslichen Phosphor in der Bodenlösung gering sind (0,2 mg P/l) muss er in pflanzen-verfügbarer Form zugegeben werden, um den Boden anzureichern.
Im Boden kommt der Phosphor in unterschiedlichen Bereichen vor, wo er gebunden ist und unterschiedlich leicht an die Bodenlösung abgegeben wird, aus der er direkt aufgenommen werden kann. In sauren Böden ist er an Eisen, Mangan und Aluminium gebunden, in kalkhaltigen Böden an Kalzium. Bei der Mineralisierung von Humus wird er regelmäßig in kleinen Mengen freigesetzt, besser jedoch von frischem organischem Material. Wiederholte Düngung ohne P oder unzureichende P Düngung (unter Berücksichtigung der P-Fixierung und Entzug) vermindern die Reserven und beeinträchtigen die Bodenfruchtbarkeit.
ZYKLUSDIAGRAMM

1. Rückgewinnung von Nährstoffen aus organischem Material jeder Art, inkl. Viehdung, Ernterückstände und sonstige organische Nebenprodukte aus menschlichen Aktivitäten sind eine wichtige Düngerquelle.2. Phosphat wird im Tagebau abgebaut und zumeist mit Säuren bearbeitet, um eine löslichere, von den Pflanzen besser assimilierbare Form zu erhalten.

3.und 4. Bei der Mineralisierung von organischem Material (und Rückständen) im Boden entsteht lösliches Phosphat.

4. Phosphor ist in ständigem Austausch zwischen fixierten, adsorbierten und löslichen Formen im Boden.

5. Die Auswaschung von löslichem Phosphor (Verbringung durch Wasser in tiefere Schichten) kommt sehr selten vor.

6. Es wird nur wenig Phosphor vom Acker entfernt; dies kann durch Oberflächenabläufe (Gefälle) und Erosion (an Feststoffteilchen gebundener Phosphor) geschehen.

7. Die Pflanzenwurzeln nehmen Phosphor nur aus der Bodenlösung auf.

8. Die Ernte wird zu Nahrungs- oder Futtermittel verarbeitet, das Hauptziel der Landwirtschaft.

INDIKATOR
Die zahlreichen Methoden zur Phosphoranalyse belegen die Komplexität der Auswertung. Die Olsen-Extraktionsmethode wird am häufigsten eingesetzt, da sich mit ihr die tatsächliche Verfügbarkeit von Phosphor am besten bestimmen lässt.

Sensitivitätsstabelle

Sensitivitätsskala:
  • Hoch

  • Verhältnismäßig

  • Moderat

P
Sommerweizen
Winterweizen
Körnermais
Silomais
Kartoffel
Feldfutter
Sonnenblume
Flachs
Winterraps
Kohl
Karotte
Grüner Salat
Körnererbse
Ackerbohne
Tomate
Zuckerrübe
Apfel
Birne

Sensibilitätsstabelle & Symptome

Pflanzen mit Phosphormangel haben violette und malvenfarbige Verfärbungen an frischen Blättern und den Scheiden.

Überschuss & Bedarf

Im Boden kann er die Verfügbarkeit von Zink blockieren. Durch den Ablauf in Wasserläufe kann er zur Eutrophierung führen.

Ein geringer Teil der Phosphate stammt aus Magma, die meisten kommen jedoch aus Sedimenten aus Abscheidungen mariner Mikroorganismen. Lange Zeit kam die Phosphatschlacke für die Landwirtschaft aus der Eisenerzeugung.
GEHALT IM BODEN
Eine Angabe von ausreichenden Bodenkonzentrationen ist relativ schwierig wegen der sehr unterschiedlichen analytischen Methoden zur P-Extraktion und Bewertung. Trotzdem sind Bodenanalysen die beste Methode um den Vorrat an pflanzenverfügbarem Phosphor zu bestimmen. Dazu müssen nationale Auswertungen zu Rate gezogen werden.
GEHALT AN ORGANISCHER SUBSTANZ
Mit nahezu 50 % des Phosphors in organischer Form, ermöglicht die Mineralisierung von organischem Material eine Anreicherung des Phosphors in der Bodenlösung. Organisches Material kann Phosphor an den Bindungsorten ersetzen, z.B. bei Kalzium, um den Phosphor besser verfügbar zu machen.
TEXTUR
In Lehmböden neigen Lehmschichten mit positiver Ladung dazu, Phosphationen zu blockieren. In sandigen Böden wird Phosphor schneller aufgenommen.
KLIMA
In Trockenperioden kommt es z.B. zur Oxidation der Eisenionen, wodurch mehr Eisen verfügbar ist, welches Phosphor fixiert. Die Temperatur hat einen direkten Einfluss auf die biologische Aktivität im Boden, wodurch die Phosphorverfügbarkeit beeinflusst wird. Daher ist die P Düngung im Frühjahr bei niedrigen Temperaturen besonders effektiv.
pH
In sauren Böden rufen Aluminiumionen (Al3+) und Eisenionen (Fe3+) antagonistische Phänomene mit Phosphor hervor, der dadurch blockiert wird. In alkalischen Böden fällt Kalzium (Ca2+) Phosphor in Apatitgestein aus. Phosphor ist am besten verfügbar in Wasser mit einem pH-Wert von 6-7.
AKTUELLE P NUTZUNG
Charakteristisch für Phosphor ist ein niedriger Gewinnungskoeffizient. Der Anteil der durch den Dünger zugeführten Menge, die von den Pflanzen aufgenommen werden kann, ist eher gering. Nur 20 % in Schluffböden mit einem pH-Wert von 6,5 und sogar noch weniger in Kalkböden mit einem pH-Wert von 8 werden von den Pflanzen im Anwendungsjahr verbraucht. Der Schlüssel zu einer effizienten Phosphatdüngung sind Anwendungen, die sich eng nach den Anforderungen der Pflanzen richten.