Ergebnisse Weizendüngungsversuche 2015

Versuchsfragen:

- N-Form
- N-Verteilung
- N-Kalibrierung des Chlorophyll- und Biomasse Messgerätes N-Pilot
- Prüfparameter: Ertrag und Rohproteingehalt

 

Witterung:

Ein frühes, jedoch bis in den ganzen Mai recht kühles Frühjahr mit sehr wenig Niederschlag im Osten und vorzeitigem Vegetationsende mit Temperaturen bis 35 °C brachte letztlich bessere Erträge als erwartet. Der betont (60N) und früh gegebene Stickstoff (als COMPLEX 20/8/8) brachte deutliche Ertragsvorteile (vgl. dazu auch die Referenz-Zone).

Der N-Pilot hat sich bewährt!

Der N-Pilot hat eine hohe Schossergabe (73 N) empfohlen und die nachfolgende Ährengabe deutlich zurückgenommen (39 N). Die bewusst niedriger („– 30“) und höher („+ 30“) gedüngten Variante wurden vom N-Pilot bei der zweiten Messung (zur Ährengabe) klar erkannt. Der N-Pilot reagierte entsprechend der Versorgungssituation mit deutlich höherer bzw. deutlich niedrigerer N-Empfehlung zur Ähre.

Fazit
Der N-Pilot erfüllte voll und ganz die Erwartungen: Der Nutzen für den Landwirt liegt klar auf der Hand: Optimiertes Ertragsniveau, abgesicherte Mahlweizen-Qualität und zugleich ein sehr niedriger positiver N-Saldo sprechen für die N-Pilot-Kalibrierung; es gab keinen „Luxuskonsum an Stickstoff“. Jedes Kilogramm N wurde in bezahlten (!) Ertrag und Qualität umgesetzt.


Betonte Andüngung sinnvoll

So wie auch im Vorjahr zeigen die Versuche die Sinnhaftigkeit einer betonten Andüngung zu Vegetationsbeginn auf! Die verhaltene N-Wirkung von stabilisierten N-Düngern konnte nicht überzeugen. Wir korrigieren daher geringfügig unsere Standard-Empfehlung zur Andüngung: Sie sollte zukünftig im Feuchtgebiet zwischen 50 und 70 kg N/ha liegen. Das Düngungsniveau von 180 kgN/ha war klar notwendig: Auch 200 kg Rein-N sind bei Erträgen über 90 dt/ha zu rechtfertigen.