Bedarfsorientierte Düngung bringt auch unter widrigen Bedingungen stabile Erträge

Winterraps ist eine Kultur, die auf eine NPK-Düngung mit Ertragszuwächsen im Vergleich zu einer reinen Stickstoffdüngung reagiert. Raps legt bereits im Herbst seine Ertragsanlagen fest – daher sollte er sich im Zeitraum von Aussaat bis zur Winterruhe noch ausreichend entwickeln können. Eine umfangreiche Versorgung von allen wichtigen Nährstoffen wie N, P, K, aber auch Ca und S muss in dieser Zeit sichergestellt sein. Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass das bedarfsorientierte NPK-Düngen im Herbst bessere Erträge bringt im Vergleich zur NPK-Frühjahrsdüngung (Grafik 1).

Grafik1: Düngungsversuche zu Raps, Mittel über 2 Standorte (OÖ, NÖ) und 2 Jahre. Die Düngung mit NPK im Herbst brachte deutliche Mehrerträge

Neben N, P und K spielt die Versorgung mit Schwefel bei Raps eine entscheidende Rolle. Als Ölpflanze zählt Raps zu den Kulturen mit dem höchsten Schwefelbedarf. Eine Pflanze mit 4 to Ertrag/ha nimmt bereits 55 kg S/ha auf! Schwefel wird im Boden erst ab einer Bodentemperatur von 12°C mineralisiert. Daher ist die Versorgung über die Düngung gleich bei der ersten Gabe im kalten Frühjahr sicherzustellen. Versuche aus 2012 zeigen eine deutliche Ertragswirkung mit 30 kg/ha S zur ersten Frühjahrsgabe, während weitere 30 kg/ha S zur zweiten Gabe kaum mehr Ertragszuwächse brachten (Grafik 2).

Grafik 2: Durchschnitt aus 6 Versuchsstandorten in OÖ/NÖ über 2 Jahre (2012 und 2013): Die Schwefeldüngung brachte rund 10% Mehrertrag