COMPLEX 14/10/20 +10SO3

Dieser Komplex-Dünger hat einen hohen Anteil an wasserlöslichem Phosphat (85%), einen hohen Kali-Gehalt und einen hohen Schwefelgehalt (bei hohem Kali-Bedarf wird auch Schwefel benötigt).
Anwendungshinweis: Der Kali-betonte NPK eignet sich besonders für kaliärmere Standorte bzw. für Betriebe mit viel Zuckerrübe, Strohverkauf, leichten Böden und viehloser Wirtschaftsweise.

COMPLEX 14/10/20 +10SO3

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  • Korngröße: 3,1-3,9 mm
  • Schütt-Gewicht: 1050 kg/m³
  • Erhältlich in folgenden Varianten:
    • nach Rücksprache lose, gesackt oder Big Bag
  • Herkunft:
    • Linz
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Übersicht

  • Wird bei Starkregenereignissen oder Unwettern frisch gedüngter Stickstoff ausgewaschen?
  • Welche Stickstoffform eignet sich für die Andüngung zu Getreide am besten?
  • Welche Nährstoffmengen sollen zu Raps idealerweise im Herbst gedüngt werden?
  • Wieviel Schwefel braucht Raps?
  • Ist eine Unterfußdüngung zu Mais besser als eine reine Flächendüngung?
  • Wieviel Zeitabstand muss zwischen einer Kalkung und einer N-hältigen Mineraldüngung eingehalten werden?
  • Wie hoch soll die Phosphat-Düngung zu Mais bemessen werden?
  • Wie wasserlöslich ist das Phosphat in den L.A.T NPKs?
  • Wo kann ich L.A.T Dünger kaufen?
  • Welche NP/NPK-Formel passt am besten zur Ergänzung von Rindergülle?
  • Welche NP/NPK-Formel passt am besten zur Ergänzung von Schweinegülle?
  • Welche NP/NPK-Formel passt am besten zur Ergänzung von Hühnergülle?
Wird bei Starkregenereignissen oder Unwettern frisch gedüngter Stickstoff ausgewaschen?
Bei Starkregenereignissen spielen die Geländeform sowie die Niederschlagsmenge pro Zeiteinheit eine wesentliche Rolle. Hohe Wassermengen in kürzester Zeit, die auf hängigen Flächen zu einem Abtrag der obersten Bodenschicht führen, bewirken durch die Abschwemmung der Feinerde zumindest teilweise auch einen Nährstoffaustrag aus dem Acker. Auf ebenen Flächen ohne Oberflächenabschwemmung braucht hingegen kein Nährstoffverlust aus der vorher stattgefundenen Düngung befürchtet werden. Ein Austrag in tiefere Bodenschichten findet nur auf sehr seichtgründigen Böden bzw. in der vegetationslosen Zeit statt.
Welche Stickstoffform eignet sich für die Andüngung zu Getreide am besten?
Um dem Getreide einen zügigen Start in die Vegetation zu ermöglichen, ist es wichtig, rasch wirksame, wasserlösliche Nährstoffe zu düngen. Zu dieser Zeit, in der die Bodentemperatur noch sehr niedrig ist, ist dem Nitratstickstoff eindeutig der Vorzug zu geben. Harnstoff wirkt in dieser Zeit meist zu spät und unkontrolliert.
Welche Nährstoffmengen sollen zu Raps idealerweise im Herbst gedüngt werden?
Bevor Raps in den Winter geht, soll er idealerweise einen Wurzelhalsdurchmesser von 1 cm und 10 bis 12 Laubblätter gebildet haben. Dabei nimmt der Bestand 60 bis 80 kg N/ha, bei sehr üppiger Entwicklung mehr als 100 kg N/ha auf. Der verfügbare Bodenstickstoff reicht meist nicht aus, um diesen Bedarf zu decken, daher hat sich eine Düngung im Herbst von 40 bis 60 kg N/ha bewährt. Im Vergleich zu einer alleinigen Stickstoffdüngung zeigen schwefelhältige NPK-Formeln (15/15/15 +7SO3+Zn; 14/10/20 +10SO3) bei der Herbstdüngung klare Ertragsvorteile.
Wieviel Schwefel braucht Raps?
Ein Rapsbestand mit einem Ertrag von 4 to/ha nimmt 32 kg S/ha über das Rapskorn auf, während die Gesamtpflanze bei diesem Ertrag 56 kg S/ha aufnimmt. Da die Schwefeleinträge aus der Atmosphäre kaum mehr gegeben sind und die S-Mineralisierung im Boden sehr spät einsetzt (ab einer Bodentemperatur von 12°C), hat sich eine Schwefeldüngung im Ausmaß von 30 – 40 kg S/ha bewährt.
Ist eine Unterfußdüngung zu Mais besser als eine reine Flächendüngung?
Diese Frage kann nicht generell mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden. Fest steht, dass auf sehr schweren, tonigen Böden, die sich im Frühjahr nur sehr langsam erwärmen bzw. in Jahren mit niedrigen Temperaturen im Mai und Juni sowie auf P-armen Böden die Unterfußdüngung Ertragsvorteile bringt. Auf warmen Standorten oder in Jahren mit einer sehr raschen Jugendentwicklung aufgrund eines warmen Frühjahrs sowie auf gut P-versorgten Böden zeigen sich meist keine Unterschiede im Ertrag. Wird keine Unterfußdüngung gegeben, zeigt Mais oft ein weit verzweigteres Wurzelsystem im Vergleich zu einem Bestand mit Unterfußdüngung – in Jahren mit trockenen Sommern kann der Bestand mit dem besseren Wurzelsystem mehr Bodenwasser erschließen und somit bessere Erträge erzielen.
Wieviel Zeitabstand muss zwischen einer Kalkung und einer N-hältigen Mineraldüngung eingehalten werden?
Grundsätzlich erfolgen nennenswerte N-Abgasungsverluste nach einer Düngung bei pH-Werten über 9. Carbonate (kohlensaure Kalke) haben einenAusgangs-pH-Wert von maximal 7,5, d.h. hier könnte eine Düngung direkt nach der Kalkung erfolgen, ohne dass Stickstoffverluste befürchtet werden müssen. Erfolgt die Kalkung mit wasserlöslichen Kalken, die nicht carbonatisch gebunden sind (Branntkalk, Mischkalk), sollten zwischen Kalkung und Stickstoffdüngung entweder eine Bodenbearbeitung stattfinden oder einmal Niederschläge fallen.
Wie hoch soll die Phosphat-Düngung zu Mais bemessen werden?
Versuche aus den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass eine Phosphat-Düngung in Höhe des Entzugs durch die Erntemenge Optimalerträge bringt. Darüber hinaus gedüngte P-Mengen brachten meist kaum Mehrerträge. Bei einem Trockenmaisertrag von 11 to/ha hat sich eine Phosphatdüngung im Ausmaß von 80 – 90 kg P2O5/ha bewährt.
Wie wasserlöslich ist das Phosphat in den L.A.T NPKs?
Alle NP/NPK/PKs von Borealis L.A.T haben eine Wasserlöslichkeit des Phosphats von über 80% und sind somit rasch und sicher wirksam.
Wo kann ich L.A.T Dünger kaufen?
L.A.T Produkte sind grundsätzlich beim privaten Agrarhandel und bei Lagerhäusern erhältlich. Erkundigen Sie sich beim Handel Ihres Vertrauens!
Welche NP/NPK-Formel passt am besten zur Ergänzung von Rindergülle?
Da Rindergülle wenig Phosphat, aber dafür viel Kali enthält, stellt ein P-betonter NP-Dünger wie 18/25 oder 20/20 die beste Ergänzung dar.
Welche NP/NPK-Formel passt am besten zur Ergänzung von Schweinegülle?
Schweinegülle enthält mit etwa 3,5 kg/m³ gleich viel Phosphat wie Kali. Wird Mais vor dem Anbau mit ca. 20 kg/m³ Schweinegülle gedüngt, stellt ein N-betonter NPK-Dünger wie 20/8/8 oder 21/7/7 eine optimale Nährstoffergänzung dar.
Welche NP/NPK-Formel passt am besten zur Ergänzung von Hühnergülle?
Hühnergülle ist mit ca. 5 kg/m³ Phosphat und 3 kg/m³ Kali ein P-betonter Wirtschaftsdünger. P-ärmere Formeln wie 14/10/20 oder 24/10 (bei hoher Kaliversorgung bzw. Kali-Schaukeldüngung) sind die passende Nährstoffergänzung.