UREA 46 N

Urea ist ein geprillter und langsam wirkender Stickstoffdünger. Bei Einarbeitung in den Boden vermeiden Sie auch bei hohen Temperaturen und Feuchtigkeit Abgasungsverluste in die Luft. Mit 46% Stickstoff ist UREA sehr hochkonzentriert und daher besonders arbeitseffizient. Richtig eingesetzt ist er eine rentable, preiswerte Stickstoffquelle.
Anwendungshinweis: Hackfrüchte auf tonreichen, leicht sauren Böden. Einarbeitung fördert die Wirkung von UREA.

UREA 46 N

  •                    
  • Korngröße: 1,6-2,4 mm
  • Schütt-Gewicht: 705 kg/m³
  • Erhältlich in folgenden Varianten:
    • nach Rücksprache lose, gesackt oder Big Bag
  • Herkunft:
    • Linz
Produkt anfragen

Übersicht

  • Wird bei Starkregenereignissen oder Unwettern frisch gedüngter Stickstoff ausgewaschen?
  • Wie hoch sind die Stickstoffverluste nach einer Harnstoffdüngung, wenn kein Niederschlag auf die Düngung folgt?
  • Welche Stickstoffform eignet sich für die Spätdüngung zu Getreide am besten?
  • Welche Stickstoffform eignet sich für die Andüngung zu Getreide am besten?
  • Wieviel Zeitabstand muss zwischen einer Kalkung und einer N-hältigen Mineraldüngung eingehalten werden?
  • Wo kann ich L.A.T Dünger kaufen?
Wird bei Starkregenereignissen oder Unwettern frisch gedüngter Stickstoff ausgewaschen?
Bei Starkregenereignissen spielen die Geländeform sowie die Niederschlagsmenge pro Zeiteinheit eine wesentliche Rolle. Hohe Wassermengen in kürzester Zeit, die auf hängigen Flächen zu einem Abtrag der obersten Bodenschicht führen, bewirken durch die Abschwemmung der Feinerde zumindest teilweise auch einen Nährstoffaustrag aus dem Acker. Auf ebenen Flächen ohne Oberflächenabschwemmung braucht hingegen kein Nährstoffverlust aus der vorher stattgefundenen Düngung befürchtet werden. Ein Austrag in tiefere Bodenschichten findet nur auf sehr seichtgründigen Böden bzw. in der vegetationslosen Zeit statt.
Wie hoch sind die Stickstoffverluste nach einer Harnstoffdüngung, wenn kein Niederschlag auf die Düngung folgt?
Harnstoff wird innerhalb weniger Tage im Boden vom Enzym Urease zu Ammonium und in weiterer Folge zu Nitrat umgewandelt. Die Umwandlung zum Nitrat verläuft bei warmen und feuchten Bodenverhältnissen deutlich schneller als bei Trockenheit und Kälte. Sowohl bei der Ammonifizierung als auch bei der Nitrifizierung entsteht gasförmiger Ammoniak, der in die Luft entweichen kann. Je länger die Umwandlung von Ammonium zum Nitrat dauert, desto höher sind die Stickstoffverluste, wenn Harnstoff nicht in den Boden eingearbeitet wird. Die Verluste können dann 15% und mehr betragen.
Welche Stickstoffform eignet sich für die Spätdüngung zu Getreide am besten?
Grundsätzlich können zur Spätdüngung rasch wirksamer Nitratstickstoff in Form von NAC als auch Harnstoff eingesetzt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Düngungstermin. Zum Zeitpunkt des Ährenschiebens durchläuft die Weizenpflanze die Entwicklungsstadien von EC 39 (Fahnenblatt vollständig entwickelt) bis EC 55 (Mitte Ährenschieben) sehr rasch. Mit der Spätdüngung ins Fahnenblattstadium in Form von Harnstoff wird der Proteingehalt positiv beeinflusst; wird zum selben Zeitpunkt mit NAC gedüngt, wirkt sich diese Stickstoffgabe aufgrund der raschen Wirkung des Nitrats noch deutlich auf den Ertrag aus, erhöht aber ebenso den Proteingehalt. Soll nur mehr auf den Proteingehalt abgezielt werden, empfiehlt sich die Düngung mit NAC kurz vor Beginn des Ährenschiebens.
Welche Stickstoffform eignet sich für die Andüngung zu Getreide am besten?
Um dem Getreide einen zügigen Start in die Vegetation zu ermöglichen, ist es wichtig, rasch wirksame, wasserlösliche Nährstoffe zu düngen. Zu dieser Zeit, in der die Bodentemperatur noch sehr niedrig ist, ist dem Nitratstickstoff eindeutig der Vorzug zu geben. Harnstoff wirkt in dieser Zeit meist zu spät und unkontrolliert.
Wieviel Zeitabstand muss zwischen einer Kalkung und einer N-hältigen Mineraldüngung eingehalten werden?
Grundsätzlich erfolgen nennenswerte N-Abgasungsverluste nach einer Düngung bei pH-Werten über 9. Carbonate (kohlensaure Kalke) haben einenAusgangs-pH-Wert von maximal 7,5, d.h. hier könnte eine Düngung direkt nach der Kalkung erfolgen, ohne dass Stickstoffverluste befürchtet werden müssen. Erfolgt die Kalkung mit wasserlöslichen Kalken, die nicht carbonatisch gebunden sind (Branntkalk, Mischkalk), sollten zwischen Kalkung und Stickstoffdüngung entweder eine Bodenbearbeitung stattfinden oder einmal Niederschläge fallen.
Wo kann ich L.A.T Dünger kaufen?
L.A.T Produkte sind grundsätzlich beim privaten Agrarhandel und bei Lagerhäusern erhältlich. Erkundigen Sie sich beim Handel Ihres Vertrauens!