FAQ N-Pilot®

  • Wie funktioniert der N Pilot®?
  • Was ist die Reflexion?
  • Warum benötigt man eine Referenzzone?
  • Wie werden Sorten-Unterschiede berücksichtigt?
  • Ab welchem Stadium wird der N-Pilot® eingesetzt?
Wie funktioniert der N Pilot®?

Das reflektierte Licht eines Weizenbestandes wird gemessen. Die empfohlene N-Menge wird anhand des Vergleichs der Praxisfläche mit einer Zone optimaler Stickstoffversorgung errechnet (siehe die Frage in dieser Kategorie "Warum benötigt man eine Referenzzone"). Innerhalb von 15 Minuten erhält der Landwirt das Messergebnis und die Düngeempfehlung in kgN/ha. Einfacher, praktikabler Einsatz auf dem Feld, Schnelligkeit und Unabhängigkeit des Messsystems gehören zu den Qualitäten dieses Geräts. Für den N-Pilot® gibt es eine Smartphone App und eine spezielle Webseite. Er wird bei folgenden Kulturen eingesetzt: Futterweizen, Brotweizenweizen, Hartweizen, Winter- und Sommer-Gerste und Triticale.

Was ist die Reflexion?

Die Reflexion ist jener Teil der Lichtstrahlung, der nicht absorbiert wurde, sondern von den Pflanzen reflektiert wird. Das Getreide reflektiert im sichtbaren Spektrum in erster Linie die grüne Farbe sowie einen Infrarotteil, den unser Auge nicht wahrnimmt. Pflanzen mit einem unterschiedlichen N-Ernährungsniveau haben einen unterschiedlichen Reflexionsindex. Damit kann der N-Pilot® Unterschiede im N-Ernährungsniveau präzise erfassen.

Warum benötigt man eine Referenzzone?

Bei der Referenzzone handelt es sich um ein 40 m langes Teilstück einer Fahrgasse, in der der Stickstoff unbegrenzt verfügbar sein soll (bei der ersten N-Gabe zu Vegetationsbeginn werden auf diesem Teilstück zusätzlich 50 kg N/ha gestreut). Auf der Referenzzone erfolgt die Kalibrierung des N-Pilot®, indem in dieser Parzelle die Kultur im maximalen N-Ernährungszustand gemessen wird.

Hinweis: Die am Vorgewende liegenden Bereiche der Parzelle können nicht als echte Referenzzone genommen werden, da es hier oft zu ungleichmäßiger Ausbringung des Stickstoffs aber auch von Pflanzenschutzmaßnahmen kommt. Borealis L.A.T liefert Ihnen gerne N-Pilot®-Fahnen zum Markieren der Referenzzone. Außerdem kann sie mit Hilfe des Smartphones/Tablets georeferenziert werden.

Wie werden Sorten-Unterschiede berücksichtigt?

Der N-Pilot® unterscheidet die Getreidesorten nach N-Effizienz und Produktionsziel. Über ein jährliches kostenloses und automatisches Update werden die neuen Sorten und zukünftig neu hinzukommende Kulturen (aktuell wird an Raps und Kartoffel gearbeitet) auf jeden N-Pilot übertragen. So bleibt jeder N-Pilot®-Besitzer immer am neuesten Stand und ein hoher Grad an Messgenauigkeit ist sicherstellt.

Ab welchem Stadium wird der N-Pilot® eingesetzt?

Zum Schossen von Wintergetreide kann das Gerät ab dem 1- bis 3-Knotenstadium bis zum Ährenschieben (Fahnenblatt bis Mitte Ährenschieben) eingesetzt werden. Der Anwender macht mindestens 3 Messungen auf der Referenzzone und weitere 3 Messungen auf der Praxisfläche. Bei möglicher Heterogenität können aber auch deutlich mehr Messungen gemacht werden um so dem unterschiedlichen Bedarf Rechnung zu tragen. Der N-Pilot® bietet dem Anwender also Flexibilität und Unabhängigkeit, auch für eine teilflächenspezifische Stickstoffdüngung.

  • Wie viele Messungen müssen durchgeführt werden?
  • Wie schnell erhält man das Ergebnis?
  • Wie erfolgt die Verbindung zwischen Gerät, App und Webseite?
  • Welche Arten von Smartphone sind mit der App kompatibel?
  • Kann das Gerät auch bei Regen benutzt werden?
  • Kann der N-Pilot® bei jeder Helligkeit benutzt werden?
Wie viele Messungen müssen durchgeführt werden?

Die Anzahl der Messungen für eine vollständige Diagnose hängt von der Größe der Parzelle und ihrer Heterogenität ab. Eine Diagnose umfasst im Allgemeinen 6 Messungen mit ca. 14.000 analysierten Pflanzen. Außerdem ermöglicht ein Qualitätsindex für jede Messung die Bewertung, ob die durchgeführte Messung genau ist oder nicht. Darüber hinaus kann für jede Messung ein Kommentar hinzugefügt werden.

Wie schnell erhält man das Ergebnis?

Das Ergebnis erhält man sofort, und die Dosisempfehlung liegt unmittelbar nach der Messung vor, ohne dass man dazu auf eine Webseite gehen muss. In Summe dauern die 6 Einzelmessungen ca. 15 Minuten.

Wie erfolgt die Verbindung zwischen Gerät, App und Webseite?

Die Verbindung zwischen dem N-Pilot® und dem Tablet/Smartphone erfolgt über das im Gerät integrierte WLAN. Die Kommunikation zwischen der App und der Webseite erfolgt dann über das Internet, d.h. über 3G oder WLAN. So werden die Messergebnisse automatisch per Email verschickt, wenn 3G vorhanden ist, oder spätestens im Büro, sobald sich die App mit dem WLAN verbindet.

Welche Arten von Smartphone sind mit der App kompatibel?

Die Anwendung läuft auf Android- und iOS-Geräten. Um einen optimalen Betrieb der Anwendung zu gewährleisten, empfehlen wir die folgende Konfiguration:

  • Für Android: ARMv7 Prozessor mit Vektor FPU, Minimum 550MHz, Android™-Version 2.2, 2.3, 3.0, 3.1, 3.2 oder 4.0
  • Für iOS : iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 5, iPad, iPad 2, oder iPad mit Retina-Display und Version ab iOS 4.3
  • Im Übrigen empfehlen wir ein Tablet mit integrierter Anwendung. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.
Kann das Gerät auch bei Regen benutzt werden?

Von der Technik her kann der N-Pilot® auch bei Regen benutzt werden; in diesem Fall wird aber die die optimale Messqualität nicht erreicht. Auch das von uns mitgelieferte Tablet kann bei Regen benutzt werden. Beachten Sie aber trotzdem Folgendes:

  • Bewahren Sie Ihren N-Pilot® nach der Benutzung trocken auf
  • Stecken Sie ihn nicht sofort wieder in die Tasche
  • Trocknen Sie niemals die optischen Filter am Messkopf
Kann der N-Pilot® bei jeder Helligkeit benutzt werden?

Die goldene Regel für optimale Qualitätsmessungen ist eine konstante Helligkeit von Anfang bis Ende der Diagnose. Ein oberhalb des Messkopfes angeordneter Sensor ermöglicht korrigiert kleinere bis mittlere Helligkeitsschwankungen. Somit können Sie auch Messungen bei bedecktem Himmel oder bei Sonnenschein durchführen.

  • Welche Kulturen können wir mit dem N-Pilot® steuern?
  • Berücksichtigt das Gerät ein Qualitätsziel bei Brotweizen?
  • Berücksichtigt der N-Pilot® die Heterogenität der Praxisfläche?
Welche Kulturen können wir mit dem N-Pilot® steuern?

Futterweizen, Brotweizenweizen, Hartweizen, Winter- und Sommer-Gerste und Triticale.

Berücksichtigt das Gerät ein Qualitätsziel bei Brotweizen?

Die N-Düngung spielt bei der Verbesserung des Proteingehalts von Brotweizen eine große Rolle. Neben Sorte und Witterungsbedingungen entscheidet die dritte N-Gabe über Ertrag und Qualität. Das Qualitätsziel legt der Landwirt durch Auswahl der Kultur fest: Bei der Auswahl Qualitätsweizen erfolgt auch eine Adaptierung der N-Empfehlung.

Berücksichtigt der N-Pilot® die Heterogenität der Praxisfläche?

Zur Berücksichtigung der Heterogenität empfehlen wir eine mehrfache Wiederholung der Messungen. Dank Geolokalisierung und Rückverfolgbarkeit der Messungen kann der Anwender die empfohlenen N-Mengen der Heterogenität zuordnen und eine adaptierte Düngung ableiten.