Die Synergie der Nährstoffe

Die Synergie der Nährstoffe

Pflanzen brauchen 12 Nährstoffe  für deren Stoffwechsel und um zu wachsen. Der Boden ist die wichtigste Quelle für diese Nährstoffe. Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S) zählen zu den Sekundärnährstoffen. Die Mikronährstoffe sind nur in sehr geringen Mengen von wenigen Gramm bis 2 kg/ha erforderlich.

Der deutsche Botaniker Philipp Carl Sprengel (1787-1859) formulierte das „Gesetz vom Minimum“ in der Agrarkulturchemie. Dieses Gesetzt besagt, dass das Wachstum der Pflanzen durch jenes Element limitiert wird, welches relativ zum Nährstoffbedarf der Pflanze in geringster Konzentration vorhanden ist. Dieses Element wird auch als Minimum-Faktor bezeichnet.

Daher ist es wichtig, dass alle Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sind. Wie viel und in welcher Zusammensetzung gedüngt werden muss hängt von den kulturspezifischen Ansprüchen ab. Eine angepasste Düngung berücksichtigt die Nährstoffversorgung des Bodens und deren Nachlieferung durch Ernterückstände.

Das NPK+S COMPLEX Düngersortiment von Borealis L.A.T enthält eine Kombination verschiedener Nährstoffe in jedem Korn für eine ausgeglichene Düngung. Die Zusammensetzung der Dünger deckt den gesamten Nährstoffbedarf über die gesamte Vegetationsperiode. NutriGuide® berechnet den kulturspezifischen Nährstoffbedarf für einzelne Kulturen oder für die gesamte Fruchtfolge unter Berücksichtigung externer Faktoren wie Bodenfruchtbarkeit und Vorfrucht. 

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Stickstoff und Schwefel

Die Elemente  Stickstoff und Schwefel haben viele Gemeinsamkeiten. Sie ergänzen sich gegenseitig, weil sie durch etliche physiologische Prozesse, mit einer zentralen Rolle in der Proteinsynthese, verbunden sind. 

In Proteinen findet sich auf 15 Atome Stickstoff ein Atom Schwefel. Das bedeutet, dass das gewöhnliche N:S Verhältnis in den meisten Kulturen 15:1 ist. Dieses kann bei manchen Kulturen wesentlich enger sein (z.B. Raps).

Nach dem „Gesetz vom Minimum“ induziert ein zu viel an Stickstoff einen Schwefelmangel und ein Schwefelmangel limitiert die Aufnahme von Stickstoff. Daher ist eine ausreichende Schwefelversorgung notwendig für eine effiziente Aufnahme des gedüngten Stickstoffs.

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Stickstoff und Schwefel Abbildung: die Effizienz der Stickstoffdüngung ausgedrückt in kg Kornertrag pro kg gedüngtem Stickstoff ist beinahe doppelt so hoch, wenn Stickstoff zusammen mit Schwefel gedüngt wurde. AN = Ammoniumnitrat, NAC+S = Kalkammonsalpeter mit Schwefel (MYNITRAS ).
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Abbildung: Ertrag von Raps in Abhängigkeit der N und S Düngung. Ghatei et al. 2013: International J. of Agronomy and Plant Production 4 (12): 3255 – 3261
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Da Stickstoff und Schwefel für ähnliche physiologische Prozesse notwendig sind, sehen die Nährstoffmangelsymptome ähnlich aus. Die Gelbverfärbung der Pflanzen beginnt bei Stickstoffmangel an den Blattspitzen der älteren Blätter (untere) und bei Schwefelmangel an den jüngeren Blättern (obere).

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Stickstoffmangel an Gerste zeigt sich an den gelben alten Blättern. Mit freundlicher Erlaubnis von IPNI, M.K. Sharma and P. Kumar
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Schwefelmangel an Gerste zeigt sich an den gelben jungen Blättern. Mit freundlicher Erlaubnis von IPNI, M.K. Sharma and P. Kumar
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