Weizendüngung in voller Höhe am wirtschaftlichsten

Bei der Weizendüngung beschäftigt viele neben den pflanzenbaulichen Fragen, auch die Frage nach dem richtigen Düngeniveau aus betriebswirtschaftlicher Sicht und natürlich auch nach der richtigen Höhe der Startgabe.


Mit einer Auswertung zweier Versuche der Landwirtschaftskammer NRW unterstützen wir Sie bei Ihrer Entscheidung.


Eine Düngebedarfsermittlung (DBE) lt. Düngeverordnung (DüVo) ergab im Durchschnitt 193 kg N/ha. In den Versuchsvarianten wurde die N-Düngung mit Kalkammonsalpeter (KAS) jeweils um 40 und 80 kg N/ ha erhöht bzw. verringert. Wie die Darstellung zeigt, führte jede Erhöhung der Düngung zu einem höheren Ertrag. Auf dem aktuellen Preisniveau von Weizen (B-Weizen 260 €/t) und Kalkammonsalpeter (630 €/t)* ergeben sich die um Düngekosten bereinigten Mehrerlöse im Vergleich zu fehlender Stickstoffdüngung. Das wirtschaftliche Optimum liegt bei der Düngung auf dem Niveau der DBE, ein Unterschreiten dieses Niveaus bedeutet wirtschaftlich einen größeren Nachteil als ein Überschreiten. Unsere Empfehlung ist in der aktuellen Situation eine Stickstoffdüngung in voller von der DüVo zugelassenen Höhe, um die Rentabilität des Weizenanbaus sicherzustellen.


Sicherlich nicht ratsam ist, bei der Startgabe schon die Chance auf das optimale Ergebnis zu vergeben.

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Weizenversuch mit Stickstoffdüngung unter und über dem Wert der Düngebedarfsermittlung (DBE) mit den erzielten Erträgen und daraus errechnete, um Düngerkosten bereinigte, Mehrerlöse.
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Höhe der Startgabe

Bei normal entwickelten Beständen empfehlen wir jetzt eine Andüngung von 40-60 kg N/ha, dies entspricht 150-220 kg/ha NAC 27 N oder 160-250 kg/ha MYNITRAS® 24 N +16SO3. Moderate Korrekturen sollten unter folgenden Bedingungen durchgeführt werden:

  • Bei sehr hohem oder niedrigem Düngebedarf nach DüVo die Andüngung bereits anpassen
  • Schwach entwickelte Bestände reagieren positiv auf eine höhere Andüngung
  • Bei sehr niedrigen Nmin-Werten mit etwas höherer Startgabe reagieren, bei sehr hohen Nmin-Werten die Startgabe etwas verringern


* Preise lt. Marktbericht www.agrarheute.de vom 02.03.22