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  • Bodentextur
    crop soil texture
    mittlere bis schwere Böden
  • Mindesttemperatur
    crop temperature icon
    10 °C Bodentemperatur
  • pH
    Sojabohne crop pH value
    6,5 -7,5
  • Wasserbedarf
    Sojabohne crop rainfall value
    200-300 l/m2
  • Vernalisation
    Sojabohne crop vernalisation
  • Saatstärke
    crop density
    70 – 130 kg/ha (50 – 70 Pflanzen/m2)
  • Saattiefe
    crop seeding depth
    3-4 cm
Sojabohne
Die Sojabohne stammt vermutlich von der Wildform Glycine soja aus China und ist die bedeutendste Leguminose weltweit. Der hohe Eiweißgehalt (33 bis 40%) mit einer hohen biologischen Wertigkeit und der Fettgehalt von 17 bis 21% macht die Sojabohne zu einem wertvollen Bestandteil der menschlichen Ernährung als auch in der Tierfütterung. Nord- und Südamerika sind die größten Sojaproduzenten während China und die EU große Importeure sind. Der Sojaanbau hat auch in Europa stark zugenommen.
Schlüsselfaktoren
  • Stickstoffversorgung wird zu 80% von den Knöllchenbakterien geleistet.
  • Eine ausreichende Wasserversorgung ist besonders zum Blühbeginn, zum Ansatz der Hülsen und Beginn des Dickenwachstums der Hülsen wichtig.

  • Phosphor und Kali nach Entzug düngen oder innerhalb der Fruchtfolge ausgleichen. 

Allgemeine Informationen
Allgemeine Informationen
Nährstoffbedarf
Nährstoffbedarf
Düngung
Düngung

Die Sojabohne ist gemäß ihrer Herkunft eine Kurztagpflanze was die Blühphase verzögert. Die langsame Jugendentwicklung macht eine effektive Unkrautbekämpfung notwendig. Ein feucht-warmes Klima und ein gut durchlüfteter aber feuchter Boden ist für den Anbau erforderlich. Die Bodentemperatur soll zur Saat mindestens 10 °C betragen. Als Leguminose kann die Pflanze Sticksoff aus der Luft fixieren und außerdem verfügt die Pflanze über ein gutes Wurzelsystem. Damit kann die Sojabohne die Bodenstruktur verbessern und ist ein sehr wertvoller Bestandteil der Fruchtfolge. Obwohl die Sojabohne selbstverträglich ist, sollte ein Anbauintervall von 4 bis 5 Jahren eingehalten werden, um die Pilzkrankheit Sklerotinia-Fäule zu vermeiden.

Der Saatzeitpunkt entspricht in etwa jenem von Mais. Bei Erstanbau ist eine Inokulierung des Saatgutes mit Rhizobium Bakterien notwendig und wirkt bei wiederholtem Anbau ertragssteigernd. 

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Die Pflanzen haben einen hohen Stickstoffbedarf der fast zur Gänze durch die Knöllchenbakterien und der Bindung von Luftstickstoff an den Wurzeln gedeckt wird. Da die Wurzelknöllchen erst gebildet werden müssen, wird eine Andüngung von ca. 30 kg Stickstoff empfohlen. Die Düngung mit Phosphat und Kalium richtet sich nach dem Entzug und der Bodenversorgung.
Bedarf und Entzugsmengen der Sojabohne.

Element

Aufnahme

(Einheit/t der Produktion)

Entzug

(Einheit/t der Produktion)

Sensitivität auf Mangel

P₂O₅

18

15

Empfindlich

K₂O

57

17

Empfindlich

MgO

11

4

Empfindlich

SO₃

7,2

4,7

Empfindlich

N

50

-10*

Moderat empfindlich

TE

Mo und Co wichtig für N Fixierung

Die Tabelle zeigt die Aufnahme und den Entzug je Tonne Sojabohnen. Ein Ertrag von 4 Tonnen/ha entzieht 60 kg P2O5 und 70 kg K2O pro Hektar. *Nach dem Anbau von Sojabohnen können mindestens 10 kg Stickstoff pro Hektar für die nächste Kultur angerechnet werden. 
Eine Düngergabe vor dem Anbau

Da der Stickstoffbedarf der Sojabohnen zu 80% durch die Knöllchenbakterien gedeckt wird, muss nur auf schlecht versorgten Böden Stickstoff gedüngt werden und eine Gabe von 30 kg N /ha ist ausreichend. Eine mittlere Ertragslage braucht ca 65 kg P2O5 und 90 kg K2O pro Hektar. Auf gut versorgten Böden ist eine Düngung von Phosphat und Kali innerhalb der Fruchtfolge zu Kulturen mit einem größeren Bedarf (z.B. Mais, Raps oder Zuckerrübe) sinnvoll.  Eine Kalkung bei niedrigen pH-Werten, kann die Stickstofffixierung durch die Knöllchenbakterien positiv beeinflussen.

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