„Ausgezeichnete“ technische Anlagen in Linz

Borealis Agrolinz Melamine GmbH, die Schwesterfirma der Borealis L.A.T hat es geschafft die Treibhausgasemissionen am Standort Linz bei leicht gestiegener Produktion von 1990 bis 2010 um fast 60% zu senken. Die Energieeffizienz wurde im Zeitraum 2001 bis 2010 um fast 20% gesteigert.

 

Aufgrund internationaler Klimaschutzverpflichtungen muss Österreich die Treibhausgasemissionen im Zeitraum 1990 bis 2008 bzw. 2012 um 13% senken. Die österreichische Klimastrategie, die im Juni 2002 vom Ministerrat beschlossen wurde, definiert die sektoralen Ziele und Maßnahmen zur Emissionsreduktion. Von der österreichischen Industrie wird erwartet, dass sie trotz Produktionswachstum mehr als 1,0 Mio. Tonnen an Treibhausgasemissionen einspart und zwar auf Basis des Wertes von 1990. Energieintensive Unternehmen sind zusätzlich durch die für 2005 geplante Teilnahme am EU-weiten Emissionshandel gefordert. Sie müssen entweder in Klimaschutzmaßnahmen investieren oder Emissionsberechtigungen zukaufen.

Lachgas wird in der Lebensmittelindustrie, beispielsweise als Treibmittel für Schlagobers und in der Medizin verwendet. Bei direkter Einwirkung ist Lachgas für den Menschen völlig ungefährlich. Lachgas ist aber auch ein Treibhausgas, das 310-mal stärker wirkt als CO2.

 

Investitionen für den Umweltschutz

Hauptverantwortlich hierzu waren Investitionen im Bereich der Salpetersäureproduktion. Während des Prozesses zur Produktion von Salpetersäure kommt es zur Bildung von Lachgas als unerwünschtes Nebenprodukt bei der Oxidation. Im Jahr 2003 installierte Borealis Agrolinz Melamine GmbH in einer ihrer Anlagen eine Technologie von Uhde, welche die erste dieser Art bei Salpetersäureanlagen war. Diese Technologie führte zu einer Verminderung der Lachgasemissionen um 99%, und weiters zu einer Reduktion von NOx Emissionen von 90 ppm auf annähernd Null. 2009 wurde eine weitere Technologie bei der zweiten Salpetersäureanlage installiert. Dies führte zu einer Reduktion der Emissionen von 98% in dieser Anlage.

Die Projekte wurden freiwillig gestartet und setzten neue Standards in der Vermeidung der Luftverschmutzung bei Salpetersäureanlagen. Diese Bemühungen wurden mit dem Umweltpreis der Stadt Linz, der Linzer IRIS 2009 ausgezeichnet.

Dies sind große Fortschritte für den Klimaschutz.