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  • Mangan (Mn)
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    Mn
  • Ionenform
  • Anion/Kation
    Mn2+
  • Blatt
  • Ursprung: Vulkanisch
  • 4-6mm um die Wurzel

Mangan

(Mn)

Dieses Spurenelement sollte man schon, wegen seiner Leistungsfähigkeit als auch seine Wirkungsweise kennen. Anders als bei anderen Elementen wirkt sich Mangan unter optimalen Wachstumsbedingungen negativ auf das Pflanzenwachstum aus. In gut durchlüfteten und drainierten Böden verwandelt es sich während der Wachstumsphase, wenn die Pflanze es am dringendsten benötigt, in eine weniger verfügbare Form. Deshalb sollten "Boden-Klima"-Interaktionen in Betracht gezogen werden, um ein Mangelrisiko zu bewerten und mit einer Blattdüngung einzugreifen, um die Pflanzen in der kritischen Phase zu unterstützen.
Mn
Pflanze
Pflanze
Boden
Boden
Kulturen
Kulturen
Ursprung
Ursprung
Kernaussagen
Kernaussagen
STOFFWECHSEL
Mangan spielt eine Rolle in der Nitratreduktion und der Synthese von Aminosäuren zur Proteinbildung. Ein Mangel führt immer zu Wachstumsstörungen, in diesem Fall zu einem Verlust an Trockenmasse und somit zu einem  Ertragsverlust. In Enzymen spielt es eine wichtige Rolle bei der Synthese des Chlorophylls. Deshalb können sich bei einer Unterversorgung zwischen den Adern junger Blätter Chlorosen bilden. Während der gesamten vegetativen Entwicklung ist Mangan, zusammen mit Stickstoff und Magnesium, ein notwendiger Nährstoff für das erfolgreiche Wachstum der meisten Pflanzen.
Aufnahmemechanismen
Mangan wird von der Pflanze als zweiwertiges Mangan (Mn2+) aufgenommen. Bei Vorhandensein von Sauerstoff geht es über in Mn3+; es ist nicht länger löslich und wird nicht mehr verfügbar. Dieser Effekt ist bei Regen oder Verdichtung reversibel. Es mag paradox klingen, aber in gut drainierten und durchlüfteten Böden, was der biologischen Aktivität des Bodens und dem Pflanzenwachstum zugute kommt, wird Mangan zum ersten Begrenzungsfaktor.
Interaktionen, spezifische Wirksamkeit
Anwendungen auf den Boden sind sinnlos, da die Verfügbarkeit des Mangans vom Boden und dem Klima abhängt. Aus diesem Grund sind Blattanwendungen notwendig, wobei die Anwendungen soweit wie möglich geteilt werden sollen.

Böden mit einem hohen Anteil an Granit und Sandstein sind von Natur aus ärmer als Böden aus Vulkan- und Sedimentgestein. Ein hoher Anteil an organischer Substanz macht den Boden leichter und beeinträchtigt die Löslichkeit des Mangans. Kalkung hat denselben Effekt. Trockenheit trägt ebenfalls nicht zur Aufnahme von Mangan bei. In feuchten, möglicherweise während der Wintermonate staunassen Böden ist Mangan an blau-grauen Flecken erkennbar, die auf dieses temporäre Blockadephänomen hinweisen.


Zyklusdiagramm

Am wichtigsten sind die oxidierten, dreiwertigen odervierwertigen, schwer aufnehmbaren Formen: Mn3+ und Mn4+. Das zweiwertige Mn2+ kann von der Pflanze leicht aufgenommen werden, ist in Tonmineralien und organischer Substanz gebunden und auch in der Bodenlösung enthalten.

Sensitivitätsstabelle

Sensitivitätsskala:
  • Hoch

  • ziemlich

  • Moderat

Mn
Sommerweizen
Winterweizen
Körnermais
Silomais
Kartoffel
Feldfutter
Sonnenblume
Flachs
Winterraps
Kohl
Karotte
Grüner Salat
Körnererbse
Ackerbohne
Tomate
Zuckerrübe
Apfel
Birne

Sensibilitätsstabelle & Symptome

Getreidepflanzen, die unter einem Manganmangel leiden, sind im Allgemeinen in unregelmäßigen Nestern auf dem Schlag verteilt. Bereiche, an denen der Boden weggeweht wurde, sind am stärksten betroffen. Die Symptome sind neben den Traktorspuren am deutlichsten sichtbar. Der Farbunterschied ist klar zu erkennen, da die Pflanzen auf den Reifenspuren dunkelgrün und jene daneben hellgrün sind. In Weingärten z.B. führt der Mangel zu intravenöser Chlorose.

Überschuss & Bedarf

Ein Manganüberschuss kann das Wachstum von Pflanzen auf feuchten Böden oder bei häufigen; ebenso verhält es sich unter anaeroben Bedingungen.

Um bei Blattanwendungen die gewünschte Aufnahme zu erreichen, sollten Sulfate, oder besser Oxide, Nitrate und Karbonate eingesetzt werden. Mangan dringt in wenigen Tagen in die Blätter ein und stellt so eine Nährstoffergänzung sicher, die mehrmals während der vegetativen Wachstumsphase erneuert werden kann. Die Wahl der Formulierung zielt darauf ab, die Wirkung der Blattandüngung über einen ausreichend langen Zeitraum zu erhalten, um die Anzahl der Anwendungen gering zu halten.
Gehalt im Boden
Obwohl der größte Teil des Mangans in Form von Oxiden im Boden vorhanden ist, ist die Mangan-Analyse durch eine EDTA- oder DTPA-Extraktion ein guter Indikator für das Potenzial an aufnehmbaren Mangan.
Gehalt an organischer Substanz
Ein hoher Humusgehalt blockiert das Mangan aufgrund der Bildung eines Mangan-Humus-Komplexes.
Textur
Leichte Sandböden sind gut durchlüftet, was zur Oxidation des Mangans führt.
Oberflächlicher Ton – Kalk wirken nicht nur als Filter sondern enthalten Kalzium, das Mangan blockieren kann.
Klima
Das Klima hat einen großen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Mn2+. Ein Mangel verschlechtert sich unter kalten und feuchten Bedingungen. Niedrige Bodentemperaturen verstärken dieses Phänomen noch. Es wurde beobachtet, dass der Manganbedarf der Pflanzen bei starker Lichteinwirkung sinkt. Bei gutem Wachstum, guter Durchlüftung und feuchten Bedingungen oxidiert Mangan und ist nicht mehr aufnehmbar.
pH
Der pH-Wert hat einen starken Einfluss auf die Mangan-Verfügbarkeit. Bei einem pH-Wert von <6 ist das Risiko eines Manganmangels gering, doch der Gehalt an aufnehmbaren Mn2+ sinkt um ein Hundertfaches wenn der pH-Wert um eine Einheit steigt. Bei einem pH-Wert von 7 und darüber überwiegen die dreiwertigen Formen und das Risiko eines Mangels steigt. Doch in sehr sauren und manganreichen Böden kann das Element toxisch werden. Regelmäßige Kalkung führt aufgrund des schnellen pH-Anstiegs zur Festlegung des Mangans.