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Österreich
  • Bodentextur
    crop soil texture
    sandige bis mittlere Böden
  • Mindesttemperatur
    crop temperature icon
    12 – 14 °C Bodentemperatur
  • pH
    Sorghum crop pH value
    5 - 8
  • Wasserbedarf
    Sorghum crop rainfall value
    400 – 600 mm Jahresniederschlag
  • Vernalisation
    Sorghum crop vernalisation
  • Saatstärke
    crop density
    25 - 35 Körner/m2
  • Saattiefe
    crop seeding depth
    2-4 cm
Sorghum
Der Anbau von Sorghum gewinnt in Europa wieder an Bedeutung. Sorghum ist eine ertragreiche Kultur mit viel Potential für die Biogasproduktion aber auch für die menschliche Ernährung und für Futterzwecke (Silage). Mit über 20 Tonnen Trockenmasse pro Hektar ist das Biomassepotential sehr hoch. Weltweit ist Sorghum die fünftwichtigste Kultur zur Nahrungsmittelerzeugung. Mit 10 Tonnen pro Hektar hat Europa die höchsten Kornerträge. In Regionen, mit zu geringen Niederschlägen für Mais oder in Gebieten mit starkem Befall des Maiswurzelbohrers, kann Sorghum eine gute Alternative bieten.
Schlüsselfaktoren
  • Durch das ausgeprägte Wurzelsystem hat Sorghum ein sehr gutes Wasser- und Nährstoffaneignungsvermögen.
  • Die Bodentemperatur sollte bei der Aussaat mindestens 12 °C betragen.

  • Der Nährstoffbedarf ist ähnlich wie jener von Mais.

Allgemeine Informationen
Allgemeine Informationen
Nährstoffbedarf
Nährstoffbedarf
Düngung
Düngung
Trockentolerant aber niedrige Kältetoleranz

Sorghum stammt ursprünglich aus Afrika, hat ähnliche Kulturansprüche wie Mais aber mit einem geringeren Wasserbedarf und hoher Hitzetoleranz. Das dichte und tiefe Wurzelwerk kann Nährstoffe und Wasser gut aufnehmen und die Pflanzen haben die Fähigkeit sich nach Welke und Trockenstress wieder gut zu regenerieren und weiter zu wachsen. 

Wegen der langsamen Jugendentwicklung sollte das Feld möglichst unkrautfrei sein. Die für die Keimung und Entwicklung benötigte Bodentemperatur von 12 bis 14 °C wird erst relativ spät erreicht.

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Die Nährstoffansprüche von Sorghum ähneln jenen von  Mais. Sorghum entzieht etwas weniger Stickstoff dafür aber etwas mehr Kalium. Sorghum verfügt aber über ein hohes Nährstoffaneignungsvermögen. Eine Düngung mit 100 bis 150 kg N, 60-80 kg P2O5 und 180 – 220 kg K2O pro Hektar ist in den meisten Fällen ausreichend.
Bedarf und Entzugsmengen von Sorghum (28% TS, Silage)

Element

Aufnahme

(Einheit/t der Produktion)

Entzug

(Einheit/t der Produktion)

Sensitivität auf Mangel

N

4,1

4,1

Empfindlich

P₂O₅

1,8

1,8

Empfindlich

K₂O

4,8

4,8

Empfindlich

MgO

0,4

0,4

Moderat empfindlich

TE

Die Tabelle zeigt die Aufnahme und den Entzug je Tonne Sorghum (TS 28%). Ein Ertrag von 45 Tonnen/ha Frischmasse entzieht dem Boden 185 kg N, 80 kg P2O5 und 216 kg K2O pro Hektar..

Die benötigten Nährstoffe können vor dem Anbau ausgebracht werden, jedoch sind Düngergaben über 100 kg N/ha zu teilen. Um die Versorgung mit Grundnährstoffen sicherzustellen wird die Düngung vor dem Anbau üblicherweise mit einer kalibetonten NPK-Formel durchgeführt. Die restliche Stickstoffmenge wird bis spätestens zum 4-Battstadium ergänzt. Um die Jugendentwicklung zu beschleunigen, ist ein NP-Dünger  als Unterfußdüngung empfehlenswert. 

Beim Einsatz von Rindergülle ist mit gasförmigen N-Verlusten zu rechnen, wenn diese nicht unmittelbar nach der Ausbringung in den Boden eingearbeitet werden.

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Erste Applikation

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Zweite Applikation

Zweite Applikation image

Erste Applikation

Der gesamte Nährstoffbedarf kann mit einer einzigen Gabe mittels einem geeigneten NPK Düngers gegeben werden. Die Düngung richtet sich nach dem Entzug und der Nachlieferung aus dem Boden. Der hohe Kaliumbedarf kann teils über Wirtschaftsdünger gedeckt werden.

Zweite Applikation

Auch die zweite Stickstoffdüngung sollte möglichst bis zum 4-Blattsadium erfolgen und ist auf leichten Böden bei hohem Stickstoffbedarf zu empfehlen.