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Dünger

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für diese

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  • Bodentextur

    Sandig bis schwere Böden

  • Mindesttemperatur
    4°C
  • pH
    6,5 -7
  • Wasserbedarf
    > 300 l/m2
  • Vernalisation
    0-3 °C, 40 bis 50 Tage
  • Saatstärke
    früher Saattermin: 180-200 Körner / m2
    Spätsaat: 250-280 Körner / m2
  • Saattiefe
    2-4 cm
Triticale
Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen (Triticum x Secale), mit der Intention die Anspruchslosigkeit des Roggens mit der Qualität und Ertragsleistung des Weizens zu verbinden. Dieses Ziel wurde nur bedingt erreicht. Auf schlechteren Böden bringt der Roggen wegen des leistungsfähigen Wurzelsystems einen Vorteil.

Auf Bodenversauerung und Mikronährstoffmangel reagiert Triticale weniger empfindlich als Weizen. Das volle Ertragspotential kann aber nur mit guter Nährstoff- und Wasserversorgung erreicht werden. Der Anbau konzentriert sich auf klimatisch ungünstigere Lagen. 
Triticale wird hauptsächlich verfüttert aber auch gemischt mit Weizen und Roggenmehl für die menschliche Ernährung genützt. Er wird auch als Ganzpflanzensilage von Biogasanlagen geschätzt.
Schlüsselfaktoren
  • NPK + S Düngung im Frühjahr für einen optimalen Vegetationsstart.

  • Nitrat-basierte N-Dünger eignen sich am besten für die Kulturführung.

  • Triticale hat einen mittleren Kupfer-, Mangan- und Zinkbedarf.

  • Die Ansprüche an die Bodenqualität liegen zwischen Weizen und Roggen.

Allgemeine Informationen
Allgemeine Informationen
Nährstoffbedarf
Nährstoffbedarf
Düngung
Düngung

Triticale wird zwischen Mitte September und Mitte Oktober gesät. Wegen der Anfälligkeit für Fußkrankheiten und Fusarium, wird Triticale am besten nach Blattfrüchten angebaut. Allerdings wird Triticale häufig als abtragende Frucht nach Weizen angebaut. Bei der Bodenbearbeitung sind rottefördernde Maßnahmen empfohlen, um das Risiko einer Infektion mit Ährenfusarium zu reduzieren. 

Die Grunddüngung richtet sich nach dem Nährstoffentzug mit der Ernte. Triticale hat einen mittleren Kupfer-, Mangan- und Zinkbedarf welcher im Bedarfsfall mit der ersten Düngung im Frühjahroder über Blattdünger im Zuge der ersten Pflanzenschutzmaßnahmen appliziert werden sollte.
Bedarf und Entzugsmengen Triticale

Element

Aufnahme

(Einheit/t der Produktion)

Entzug

(Einheit/t der Produktion)

Sensitivität auf Mangel

N

22

17

Empfindlich

P₂O₅

11

8

Empfindlich

K₂O

21

6

Sehr empfindlich

MgO

4

2

Empfindlich

SO₃

9

5

Empfindlich

TE

Kupfer, Mangan und Zink beachten

Die Tabelle zeigt die Aufnahme und den Entzug je Tonne Triticale. Ein Ertrag von 7 Tonnen braucht 154 kg Stickstoff. Je nach Bodeneigenschaften und Vorfrucht werden 30 bis 60 kg Stickstoff vom Boden geliefert. Eine Düngung von 94 bis 124 kg Stickstoff ist in den meisten Fällen ausreichend.

Herbstdüngung

Erste N-Düngung zu Vegetationsbeginn

Zweite N-Düngung

Dritte N-Düngung

Herbstdüngung

Der restliche Nmin-Gehalt im Boden reicht in der Regel für den geringen N-Bedarf von Triticale im Herbst aus. Lediglich N-zehrende Vorfrüchte und/oder wenn Erntereste mit weitem C/N Verhältnis im Feld verbleiben (Körnermais, Getreide ohne Strohnutzung) ist eine N-Ausgleichsdüngung für die Strohrotte von 30 kg N/ha zu empfehlen. Diese wird am besten in Form von COMPLEX 15/15/15 +7SO3+Zn gegeben, womit im Frühjahr keine weitere P- und K-Düngung mehr notwendig ist. Alternativ kann hier auch Gülle zum Einsatz kommen.

Erste N-Düngung zu Vegetationsbeginn

Der N-Bedarf im Frühling hängt von der Ertragserwartung, der Sorte und der Bestandsentwicklung ab. Zu Vegetationsbeginn werden etwa 40% der benötigten Stickstoffmenge gedüngt. Eine maximale Gabe von 70 kg N/ha ist ausreichend und wird ausgebracht sobald der Boden befahrbar ist. Wenn nicht bereits im Herbst geschehen, wird bei dieser Düngung auch ausreichend P, K und Schwefel in Form von NPK-Düngern gegeben (50 kg SO3/ha Bedarf). Die erste Stickstoffdüngung fördert die Bestockung und Anlage einer hohen Kornzahl.

Zweite N-Düngung

Bei der zweiten Düngung zum Schossen werden 35-40% des gesamten N-Bedarfs gedüngt. In der Regel sind 60 kg N/ha ausreichend. Diese Düngung dient der Stabilisierung der Triebzahl und Kornanlagen.

Dritte N-Düngung

Eine dritte N-Gabe kurz vor oder zum Ährenschieben (Spätdüngung: 20-25%) ist nur bei hoher Ertragserwartung relevant und dient der Stabilisierung der Kornanlagen und Förderung der Kornfüllung.