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  • Bodentextur
    mittlere bis schwere Böden-test
  • Mindesttemperatur
    3-5 °C
  • pH
    5,5 - 7
  • Wasserbedarf
    > 400 l/m2, Verteilung wichtig
  • Vernalisation
  • Saatstärke
    300-350 Körner / m2
  • Saattiefe
    2-3 cm
Hafer
Wegen der Gefahr von Frostschäden werden in Zentral- und Westeuropa hauptsächlich Sommerhafer Sorten angebaut. Wegen des höheren Ertragspotentials, hat der Winterhafer in den westlichen Ländern (Frankreich und England) einen hohen Anteil an den Haferflächen.
Durch das gut ausgeprägte Wurzelsystem, ist Hafer effizient bei der Nährstoffaufnahme, braucht aber eine ausreichende Wasserversorgung für gute Erträge. Hafer bevorzugt eher feuchtkühle und regenreiche Lagen als trockene und heiße. Er stellt keine besonders hohen Ansprüche an die Bodenstruktur, verträgt aber keine Bodenverdichtung und Staunässe.
Schlüsselfaktoren
  • Stickstoffversorgung an das Ertragsniveau anpassen – Lagergefahr!

  • Auf Kupfer- und Manganmangel achten.

  • Gute Vorfrucht für andere Getreidearten.

  • Hafer hat ein ausgeprägtes Wurzelsystem.

Allgemeine Informationen
Allgemeine Informationen
Nährstoffbedarf
Nährstoffbedarf
Düngung
Düngung

Wie der Roggen steht auch der Hafer in der Regel an letzter Stelle in der Fruchtfolgerotation (abtragende Frucht). Hafer ist aber auch eine gute Vorfrucht für andere Getreidearten (Weizen) weil er den Druck von Fußkrankheiten mindert. Wegen der Hafernematoden ist er aber nicht selbstverträglich und verlangt eine Anbaupause von mindestens vier Jahren (auch nach Sommergerste). 

Die Aussaat sollte so früh als möglich erfolgen. Das ermöglicht eine optimale Ausnützung der Winterfeuchte und gute Bestockung. 

Der Einsatz von Fungiziden ist bei Hafer meist nicht nötig. Bei besonders hoher Ertragserwartung können Wachstumsregulatoren sinnvoll das Lagerrisiko reduzieren.

Hafer liefert ein wertvolles, gut verdauliches Futterstroh. Daher wird das Stroh oft abgefahren.

Das Nährstoffaneignungsvermögen von Hafer ist hoch, aber eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist die Voraussetzung für hohe Erträge. Eine Kalkung erfolgt innerhalb der Fruchtfolge und ist für Hafer direkt nicht notwendig, da er auch mit schwach sauren Bodenverhältnissen gut zurechtkommt.
Bedarf und Entzugsmengen von Hafer

Element

Aufnahme

(Einheit/t der Produktion)

Entzug

(Einheit/t der Produktion)

Sensitivität auf Mangel

N

22

16

Empfindlich

P₂O₅

11

8

Empfindlich

K₂O

23

6

Empfindlich

MgO

4

2

Empfindlich

SO₃

3,5

2

Empfindlich

TE

Cu und Mn Sensitivität

Die Tabelle zeigt die Aufnahme und den Entzug je Tonne Hafer. Ein Ertrag von 5 Tonnen entzieht bei Strohabfuhr 55 kg P2O5 und 115 kg K2O pro Hektar. Ein Ertrag von 5 Tonnen braucht 110 kg N/ha. Je nach Bodeneigenschaften und Vorfrucht ist eine Düngung von 50 bis 80 kg Stickstoff ist in den meisten Fällen ausreichend.
HERBSTDÜNGUNG

Bei Anbau von Winterhafer kann mit einer Düngung im Herbst bereits die Grundnährstoffversorgung sichergestellt werden. Eine ausreichende Kaliversorgung verbessert die Winterfestigkeit.

Erste N-Düngung zu Vegetationsbeginn

Zweite N-Düngung

Erste N-Düngung zu Vegetationsbeginn

Die erste Stickstoffgabe fördert eine rasche Bodenbedeckung und damit eine bessere Nutzung der Winterfeuchte. Die erste N-Düngung erfolgt bei Sommerhafer aufgrund der kürzeren Vegetationszeit 5 Tage vor bis 14 Tage nach der Saat und sollte gemeinsam mit Phosphor, Kali und Schwefel (COMPLEX NPK+S) gegeben werden.

Zweite N-Düngung

Die zweite Gabe erfolgt zum Beginn des Schossens. Eine Teilung der N-Gaben ist erst bei einer Geamtstickstoffmenge von mehr als 60 kg N/ha sinnvoll, wobei dann 60-70% der N-Menge auf die erste und der Rest auf die zweite Gabe entfallen.