Wintergerste nach N-zehrender Vorfrucht düngen

Wird Gerste nach Vorfrucht Raps angebaut, deckt üblicherweise die im Boden mineralisierte Stickstoffmenge den Herbstbedarf der Gerste. Nach Silo- oder Körnermais ist die verfügbare N-Menge meist unzureichend.


Gründe für eine Herbstdüngung:

  • Später Saattermin bzw. später Aufgang bei Trockenheit
  • Bodenverdichtungen und Verschlämmungen --> Stickstoffmangel
  • Anbau nach stark N-zehrenden Vorfrüchten ohne Ausgleichsdüngung
  • Einarbeitung hoher Mengen an organischer Substanz --> Stickstofffestlegung


Das Ende der Bestockungsphase (EC 29) werden viele Bestände vor Winter nicht mehr erreichen. Die N-Aufnahme bis Mitte Bestockung beträgt etwa 20 – 30 kg N/ha, eine höhere N-Düngung als 30 N/ha ist daher im Herbst nicht notwendig.


Nicht nur Stickstoff, sondern auch Phosphat und Kali verbessern die Entwicklung der jungen Gerstenpflanze im Herbst:

Phosphat: in wasserlöslicher Form beschleunigt und fördert es die Bestockung

Kali: reguliert den Wasserhaushalt und verbessert die Winterhärte


Aus diesem Grund empfehlen wir für die Herbstdüngung zu Wintergerste entweder 

200 kg/ha COMPLEX 15/15/15 +7SO3+Zn oder

200 kg/ha COMPLEX 14/10/20 +10SO3 



Eine Herbstdüngung von Weizen ist aufgrund der geringen Nährstoffaufnahme im Herbst meist nicht notwendig.


Ausnahme: 

  • bei stark N-zehrender Vorfrucht (Sonnenblume) oder 
  • bei Einarbeitung hoher Strohmengen (z.B von Körnermais) unter trockenen Bedingungen wird oftmals der verfügbare Bodenstickstoff immobilisiert.


In diesen Fällen sorgen 120 kg/ha NAC 27 N oder 180 – 200 kg/ha COMPLEX 15/15/15 +7SO3+Zn für eine deutlich verbesserte Herbstentwicklung des Weizens.

Wintergerste nach N-zehrender Vorfrucht düngen related desktop image Wintergerste nach N-zehrender Vorfrucht düngen related tablet image Wintergerste nach N-zehrender Vorfrucht düngen related mobile image
multiple image marker active left arrow inactive left arrow active right arrow inactive right arrow