Wintergerste: Höhe der Andüngung ist maßgeblich ertragsbildend

Vielerorts zeigen die Wintergerstenbestände schon Stickstoffmangelsymptome in Form von gelben Blättern – die Andüngung muss hier rasch erfolgen. Die empfohlene Stickstoffmenge variiert dabei zwischen zweizeiliger und mehrzeiliger Gerste.

Gerade bei zweizeiligen Sortentypen, die den Ertrag über die Anzahl der Ähren/m² bilden, ist eine betonte Andüngung erforderlich. Bei einem anfangs zu verhaltenem Stickstoffangebot besteht die Gefahr von späterem Zwiewuchs in der Schossphase. Trockene Bedingungen im März/April verstärken diesen Effekt.

Düngungsversuche auf der Innovationfarm in Wieselburg in den vergangenen beiden Jahren zeigen einen deutlichen Effekt der Andüngung auf die Ertragsbildung von Wintergerste. Die Gesamtstickstoffmenge betrug immer 150 kg N/ha. Die Andüngung wurde mit 30, 60 und 90 kg N/ha durchgeführt. Die zweite Gabe erfolgte konstant mit 60 kg N/ha, in der dritten Gabe wurde die Differenz auf insgesamt 150 kg N/ha ausgebracht. 


Folgende Erkenntnisse konnten wir in den letzten 2 Jahren gewinnen:


  • Die mehrzeilige Gerste lag im Ertrag höher als die zweizeilige Gerste
  • Die zweizeilige Gerste reagiert deutlich stärker im Ertrag auf die Höhe der Andüngung als die mehrzeilige Gerste und braucht daher für zufriedenstellende Erträge eine entsprechend betonte Andüngung.



!Achtung Güllebetriebe:


Wer jetzt zur ersten Gabe Gülle ausbringt, muss mit der Wirkung der Gülle erst zur 2. Gabe und in der Schossphase rechnen. Eine zur Gülle zusätzliche mineralische N-Gabe in voller Höhe der geplanten ersten Gabe ist für eine sichere N-Startwirkung notwendig! 


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Ertragswirkung unterschiedlicher Stickstoffmengen zu Vegetationsbeginn bei zweizeiliger und mehrzeiliger Gerste (Josephinum Research Wieselburg, Ø 2020 und 2021)
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